An jeder Sache etwas zu sehen, suchen, was noch niemand gesehen und woran noch niemand gedacht hat

Landkarten.

Ein großer Bereich unseres Grafik-Portfolios beinhaltet aufwändige Landkarten. Diese reichen von den amerikanischen Bundesstaaten über Länder-Icons bis hin zu komplexen Gewässerkarten. Sie enthalten zumeist alle Verwaltungseinheiten (bis auf Gemeinde-Ebene) mit Kreis- und Hauptstädten. Zudem sind die Karten im Vier-Farben-System gestaltet, so dass die administrative Struktur deutlicher zum Ausdruck kommt.

Warum Landkarten?

Landkarten bieten ein breites Spektrum an Verwendungsmöglichkeiten. Je detailierter und sorgsamer diese Karten erstellt werden, desto besser sind die Verkaufschancen. Sieht man von einzelnen Krisenregionen einmal ab, verändern sich Landkarten im 21. Jahrhundert sehr langsam – und wenn doch (siehe Krim), hat man – so man schnell auf die Nachrichten reagiert – wieder eine neue Verdienstmöglichkeit. So verkaufen sich unsere Karten von Russland, der Ukraine, der Krim und Polen zur Zeit aufgrund der politischen Situation wesentlich besser als zuvor. Aber auch Urlaubs-Klassiker wie Italien, Frankreich oder die USA sind beliebte Dateien. Beim Erstellen von Karten sollte man aber einige wichtige Punkte nicht außer Acht lassen.

Arbeit, Arbeit & Arbeit

Einfache Landkarten zu erstellen ist simpel und geht ziemlich schnell von der Hand. Da es diese Illustrationen aber wie Sand am Meer gibt, ist es wichtig, sich deutlich von diesen abzuheben. Und das ist eigentlich nur noch durch eine extrem detailierte Bearbeitung möglich. Dabei spielt es (fast) keine Rolle, ob man nun eine administrative Karte oder eine Gewässerkarte erstellt. Sobald neben den üblichen Metropolen und großen Flüssen auch kleine Flüsse, Nebenarme, Seen, Bäche sowie Regionen, Provinzen, Gemeinden, Kleinstädte etc. eingearbeitet werden, gewinnt man einen erheblich größeren potentiellen Kundenkreis dazu. Auch die Farbgebung der Karte sollte genau gewählt werden. Die Farben müssen sich untereinander deutlich unterscheiden ohne jedoch vom Inhalt allzusehr abzulenken. Allein dafür müssen etliche Stunden Arbeit investiert werden. Für eine einzelne Karte kommen so aber locker dutzende Stunden an fummeliger Arbeit zusammen. Zudem beschränken viele Stockagenturen (Fotolia, Shutterstock) die Größe einer Vektordatei. Daher muss man die aktuelle Dateigröße immer mit im Blick haben.

Urheberrecht

Bei Landkarten muss insbesondere auf jegliches Copyright geachtet werden. Es gibt etliche Seiten im Internet, die nicht nur kostenfreie, sondern auch gewerblich nutzbare Landkarten anbieten, die man als Vorlage verwenden kann. Reicht man dann eine fertig Vektordatei ein, genügt meist ein Link auf die Vorlage, damit der Agenturmitarbeiter, der die Datei bewertet, zufrieden ist. Kleine Verwaltungseinheiten, Flüsse oder Städte müssen dann natürlich selbst (oder unter Zuhilfenahme von Wikipedia) eingearbeitet werden, weil es für die Detailstufe eben keine Vorlagen gibt.

Der Mißerfolg hat einen großen Vorzug – niemand beneidet dich um ihn.

Ablehnungen …

Waren vor drei, vier Jahren die Einreichungen bei Stockagenturen meistens noch von Erfolg gekrönt, so scheint diese Zeit wohl inzwischen abgelaufen zu sein.

Bei mehr als 30.000.000 Bilddateien (Shutterstock) sind die Richtlinien strenger denn je geworden – was uns oft nicht nur gewaltig frustriert, sondern auch ratlos zurückläßt, da manche Ablehnungen nicht mehr nachzuvollziehen sind. Die Begründungen reichen von fehlender Tiefenschärfe bei Bildern, deren Fokus eben gerade auf dem Vordergrund beschränkt bleiben soll – bis hin zu fehlenden Vermarktungsfähigkeiten von Bildern. Wie kann das objektiv beurteilt werden?

Bei manchen Agenturen liegt unsere Annahmequote deutlich unter 75% (Fotolia), wobei gerade bei diesem Anbieter die Ablehnungen oft willkürlich erscheinen. Jüngere Agenturen, die noch nicht allzulang am Markt sind, oder deren Kundenkreis und Angebote noch deutlich kleiner sind (Zoonar, Bigstockphoto) erreichen wir über 95% Akzeptanz. Gerade vor diesem Hintergrund scheinen viele Ablehnungen nicht mehr objektiv zu sein.

Was lernt man daraus?

Es drängt sich die Meinung auf, dass manche Ablehnungen dazu dienen, ein wenig auszusieben – ich kann mir gut vorstellen, dass mancher User das schnell verdiente Geld vor Augen hat, um dann bei den ersten serienmäßigen Ablehnungen das Handtuch zu werfen. Qualitätssicherung mal anders gedacht …

Dennoch sollte man sich keinesfalls entmutigen lassen. Unsere, zugegebenermaßen immer noch maue Quote bei Fotolia bessert sich von Monat zu Monat, d.h. entweder werden wir wohlwollender beurteilt oder die Qualität unserer Photos ist einfach besser geworden. Frust kann also auch ein Anreiz sein, es noch einmal zu versuchen, um es dann besser zu machen.

Ein Buch ist ein Spiegel, wenn ein Affe hineinsieht, so kann kein Apostel herausgucken …

Für unsere neuesten Stockphotos haben wir uns ein einfaches, aber wirkungsvolles Thema vorgenommen: Bücher.

Geplant waren Zusammenstellungen verschiedener Hardcover-Bücher, die entweder einfarbig oder bunt – in Reihe und Stapel – erscheinen sollen. Wir wollten sowohl Freisteller, als auch Kompositionen auf unserem edleren Parkett machen.

So weit die Planungen.

Die zunächst eher einfach gehaltenen Photos trieben uns im Nachhinein beinahe zur Verzweiflung, als sich der Arbeitsaufwand exponentiell zu steigern schien. Vor allem die Nachbearbeitung erwies sich als stundenlange Fummelei, bis alles vernünftig ausgesehen hat. Die Ergebnisse können sich aber durchaus sehen lassen.

Sämtliche Titel der Bücher und Unregelmäßigkeiten in der Struktur des Einbands wurden entfernt ohne die Struktur zu verändern. Vergleicht man die Ergebnisse mit dem Ausgangsmaterial wird die immense Arbeit deutlich, die in diesen verhältnismäßig einfachen Bildern steckt.

Auferstanden aus Ruinen, und der Zukunft zugewandt …

Alle Bilder entstanden auf eine kleinen “Beiwagen-Photo-Tour” mit Martin im Neuen Hafen und auf einem Teil des Bahnhofgelände in Würzburg. Zum Teil wurden die Bilder mit Gimp und Photomatix nachbearbeitet.

Schleimig, säumig, aber stete, immer auf dem nächsten Pfad … (W. Busch)

Heute ist mir auf dem Weg zum Bäcker eine kleine Garten-Bänderschnecke über den Weg gelaufen. Natürlich habe ich mir sofort die kleine Digitalkamera geschnappt und die Schnecke porträtiert.

Makros

Hier durfte ich mit der Kamera-Ausrüstung unserer Nachbarn (vielen Dank an Britta, Gordon & Anton) verschiedene Gegenstände fotografieren. Die Bilder wurden nachträglich mit Gimp und Photomatix bearbeitet, um die Schärfe und Farbe der Bilder anzupassen.